Wenn Engel reisen und direkt in ROM landen…

…dann beginnt eine Zeitreise zwischen der Historie und einem Gaumenschmaus.

Als junger Mensch lies ich es mir nicht nehmen, auf der Heimreise nach Salerno einen Abstecher nach Rom zu machen.

Ohne Titel2

Die dolce Vita musste gelebt werden auch wenn nur für ein paar Stunden. Es war einmalig bei Abenddämmerung mit einem Eis zum Colosseum zu schlendern und einen Abstecher vom Palatin Hügel vorbei am Forum Romanum zu machen. Die Abendsonne verfing sich in dem alten gemeißelten Gestein und verfärbte alles mit ihrem Sonnengold.

Ohne Titel

Ich nahm Kurs auf die Via del Corso um dort zur Piazza del Popolo zu gelangen. Zwischendurch machte ich einfach Rast an der Spanischen Treppe um das italienische „dolce far niente“ zu genießen, auf Deutsch, „das süße Nichtstun“.

Denn…

…unmittelbar an dieser Sehenswürdigkeit grenzt die Via dei Condotti mit den Designergeschäften und den weltbekannten Juwelieren.

Von hier aus kommt man in die kleinen Gassen der Fußgängerzone, in welcher man vieles kaufen oder sich einfach nur inspirieren lassen kann. Die vielen kleinen Bars und Restaurants laden zum Essen ein.

Von dort aus fand sich immer jemand zum Flirten, der mich dann zu der Villa Borghese mit einem sehr schönen Park oder zum Vatikanstadt über die Engelsbrücke begleitete.

Dabei wurde eine Kerze im Petersdom angezündet und ein Gebet gesprochen. Die Begleitung verkürzte oft das lange anstehen um in die Sixtinische Kapelle zu gelangen. Es waren interessante Gespräche dabei, denn die Stadt war schon immer multikulturell und Anziehungspunkt für das Besondere.

Eindrucksvoll war es dieses Mal als ich über den Petersplatz lief. Zwei Nonnen amüsierten sich mit Ihrem Smartphone sicher über einen netten Post in den sozialen Medien. Der digitale Fortschritt macht auch vor den Toren Gottes nicht halt.

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Denn ganz besonders abends, wenn die Heilige Stadt von dem Tagesgeschäft zur Ruhe kommt, verwandelt sich die Weltmetropole zu einer illuminierten Museumsbühne und jedes Kunstwerk egal welchen Alters wird so angestrahlt, das es die Wirkung der Bewunderung nicht verfehlt, meine Landsleute sind die perfekten Künstler.

Genauso ist es mit dem nächsten Anziehungspunkt.

Verliebte zieht es an den Trevi Brunnen und es werden vom Aberglauben geführt tonnenweise Geldstücke mit der rechten Hand über die linke Schulter mit dem Rücken zum Brunnen reingeworfen. Manche bekommen einen Heiratsantrag und andere werfen nach einem heftigen Streit den Ring wütend ins Wasser. Der Brunnen wird streng überwacht und man darf nichts wieder rausholen.

Es ist eine kosmopolitische Großstadt mit antikem Charme und eine Art Arche Noah.

Man spürt Gott in allen Ecken und Enden…

und

… auch Gläubige anderer Religionen besuchen die heiligen Stätten mit dem gleichen Enthusiasmus wie jeder Christ.

Nun zieht es mich in einen anderen Stadtteil Roms am Colosseum vorbei. Entlang an den vielen antiken Säulen und Statuen von Cäsar der mit einer Handbewegung entscheidet über Leben oder Tod und sogar Donald Duck ahmt es hier ihm nach.

 

Aber Rom hat mehr zu bieten wie Amore, Mode, Kirche, Kultur und Kunst.

Denn wenn man am Monumento Nazionale a Vittorio Emanuele II vorbeigeht und am Teatro Marcello rechts einbiegt, dann kommt man an einem kleinen Platz mit einem Schildkrötenbrunnen an.

Von da aus links einbiegen und schon ist man direkt im Ghetto der Juden von Rom.

Design ohne Titel

Es ist als würde sich ein kulinarisches Himmelstor öffnen und ich habe das Gefühl ein Stück italienisches Jerusalem vor mir zu haben.

In den 3 Tagen, welche ich in Rom zu Besuch war, ging ich tatsächlich 2 Abende davon hin. Die Gerichte sind außergewöhnlich schmackhaft und es herrscht eine gelassenere Stimmung als im übrigen Rom.

Ein Gastwirt erzählte mir die Geschichte des Ghettos.

Nach diesem Gespräch befassten wir uns um unser irdisches Wohl und er empfahl mir die knusprig frittierte Artischocke „carciofo alla giudia“ aus der Speisekarte.

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Die Gerichte sind einfach, delikat und koscher. Im Antico Forno del Ghetto gibt es das berühmte Gebäck aus Ricotta und Feigen. Die Restaurants reihen sich in der Straße des Viertels nebeneinander und jeder kocht um die Wette, egal jeder ist sehr gut.

Ich habe mich in den Abenden durch die Gerichte durchprobiert. Einfach himmlisch. Es gibt viele Geschäfte die unmittelbar am Ghetto angrenzen, welche von jüdischen Händlern betrieben werden. Es sind viele Textilgeschäfte die selbstgeschneiderte Anziehsachen verkaufen. Einfach wunderschön und zu guten Preisen.

Zuletzt führt es mich zur Piazza Navona an den schönen Brunnen vorbei mit den verschiedenen Eisdielen und Straßencafés nahe am Pantheon. Ein Bau, der nicht typisch für eine Kirche ist und mich schon immer fasziniert hat. Mit der Kuppelöffnung, in der es Licht aber keinen Tropfen Wasser bei Regen reinlässt, einfach magisch!

Seit meinem letzten Trip der Jahre zurückliegt ist mir aufgefallen, dass in Rom die himmlische Ruhe eingekehrt ist und der Heilige Geist sehr viel verkehrsberuhigt hat. Es fehlen die vielen Vespa Fahrer, die einst den Flair der ewigen Stadt ausmachten.

Im Anschluss an diese sehr schönen Tage in Rom geht auch dieses Mal die Reise weiter in meine Heimatstadt Salerno.


3 Gedanken zu “Wenn Engel reisen und direkt in ROM landen…

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