Felicità…

È tenersi per mano, andare lontano, la felicità
È il tuo sguardo innocente in mezzo alla gente, la felicità
È restare vicini come bambini la felicità, felicità

Am Ende jedes Sommerurlaubes in der Heimat, gehörte das Nachtschwimmen mit Freunden an der Amalfi Küste dazu.

Wir nahmen nur unsere Strandtücher mit, die wir erstmals als Schutz vor der Sonne elegant um den Kopf banden und setzen kess unsere Sonnenbrille auf. Wir fuhren mit unseren Vespas Richtung Positano und die Abendsonne vergoldete unsere jungen Gesichter. Wir machten Halt in einer sicheren Einbuchtung der Küstenstraße, um den Sonnenuntergang zuzusehen. Es war jedesmal ein einmaliges Schauspiel, wenn der glutrote Ballon sich im Meer vom Tag verabschiedete. 

Es dauerte nicht lange und es wurde schnell dunkel. Der Mond hing wie ein Lampion über dem glitzernden Wasser und das war der Moment, den ich liebte. Das Meereswasser glitzerte in unserer kleinen Bucht durch den Lichtschein des Mondes. Es hatte eine magische Anziehungskraft und wir schwammen in die Nacht hinein. Es war ein Ritual, das wir zum Abschluss aller meiner Ferien unternahmen. Die Rückfahrt durch die Nacht war nicht immer ungefährlich, die Küstenstraße war steil und in den Kurven unübersichtlich, der Tod wurde durch die vielen kleinen durch Kerzen beleuchtete Kreuze am Wegrand sichtbar gemacht.

Aber wir sangen während der ganzen Rückfahrt fröhliche Lieder und der Fahrtwind verlieh uns Flügeln…

Senti nell’aria c’è già
La s canzone d’amore che va
Come un pensiero che sa
Di…

…felicità.

(Al Bano & Romina Power)

Lichtermeer an der Küste


37 Gedanken zu “Felicità…

    1. Ich glaube es war einfach das Ganze…liebe Großeltern, tolle Tante und ein Steinwurf vom Meer entfernt zu wohnen. Vor allem war Italienisch die einzige Sprache die ich verstand. Heute liebe ich mein Geburtsort Deutschland genauso. Liebe Grüße Maria😎

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  1. Tod ist ein Teil des Lebens und aus dem Tod ersteht neues Leben. Der moderne Mensch verdrängt dies nur allzu gerne.
    Es wäre an der Zeit wieder den Tod als das zu nehmen was er ist – und dafür mehr im Heute denn im Morgen zu leben 🙂

    Schön beschrieben, wie immer …

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  2. Liebe Maria, Du hast das so wunderschön und stimmig beschrieben, dass ich mir das sehr gut vorstellen kann. Das sind kostbare Erinnerungen, die sich für immer in das Gedächtnis eingebrannt haben und vieles vergolden, was weniger schön ist. Ich wünsche Dir noch viele solch schöne Abende.
    LIebe Grüße, Marie

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  3. Liebe Maria,

    du hast wirklich eine einzigartige Gabe, Momente so zu beschreiben, dass man zu fühlen beginnt… Die Sonne auf der Haut, den Geruch des Meeres, die FARBEN! des Sonnenuntergangs, das Glitzern des Meeres, die Kühle auf der Heimfahrt auf dem Roller und die Gefahr im Dunkeln.

    Momente am Meer gehören zu meinen liebsten Eindrücken als Jugendliche. Ich war mit 12 das erste Mal am Meer und ich staunte und liebte… 💕

    Herzliche Grüße
    Marion

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    1. Marion ich freue mich von dir zu hören. Wir Menschen von der Amalfi Küste wir werden von Komplimenten wegen unserer schönen Landschaft überschüttet…ich muss sagen egal welches Meer, es ist einfach schön. Sonnige Grüße Maria

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      1. Das kann ich mir vorstellen, dass es ein besonderes Fleckchen Erde ist, das tief im Herzen sitzt, wenn man da Zuhause war und immer irgendwie bleiben wird.

        Ich musste jetzt tatsächlich mal nachschauen gehen, wo das überhaupt genau ist. Auf dieser Seite des Stiefels war ich tatsächlich nur einmal in Urlaub – bei Grosseto – und das sind keine schönen Erinnerungen. Aber das liegt nicht an dem schönen Land, sondern daran, wie ich zu der Zeit drauf war und was dieser Urlaub aufgrund dessen alles mit sich brachte. In diesem Lebenabschnitt wäre es mir vielleicht nirgends so richtig gut gegangen. Gott sei Dank ist das Vergangenheit.

        Meine erste Reise ans Meer war Istrien, später weiter runter, aber immer an der kroatischen Küste. Mein Vater liebte das Meer dort.

        Später besuchte ich mit einem langjährigen Partner öfter die Gegend um Milano Marittima und Cesenatico. Ich liebte das Meer dort mehr, aber die Verständigung und Mentalität waren mir immer ein wenig furchteinflößend und ich war froh, wenn ich nicht allein da war.

        Endlich ist es Sommer! Dieser Tage erinnere ich mich manchmal an schöne Momente meiner Kindheit. Reife Getreidefelder, die im Wind wogen und Mohnblumen darin, die leuchten! Geräusche von einem Planschbecken vor dem Haus und Kinderjauchzen dabei. Ach wie schön…, dass wieder ein Stück Leben möglich ist!

        Sei mir herzlich gegrüßt
        Marion

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      2. Es ist schlimm, wenn man mit einem Ort eine schlechte Erinnerung verbindet. Aber an der Kroatischen Küste war ich auch schon mehrmals und es waren schöne Urlaube.

        Mein Traum war es immer in Richtung Hamburg zu ziehen…aber es kam mir immer etwas in die Quere. Ich liebe einfach die Nordsee und die Ostsee.

        Tja, liebe Marion manchmal hängt man fest.

        Liebe Sommergrüsse Maria

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      3. Liebe Maria,

        heute würde mich interessieren, inwiefern wir selbst verursacht haben, was uns passiert ist, jetzt so mit dem zeitlichen Abstand. Wir waren mit unseren beiden kleinen Kindern das erste Mal seit ihrer Geburt wieder in Urlaub. Bekannte aus der Sekte hatten in Grosseto eine Ferienwohnung gekauft und ließen uns da für kleines Geld wohnen. Ich hatte einige Jahre wenig Sonne abbekommen und bekam nun eine Sonnenallergie und war auch sonst scheu und schüchtern, es ging mir nicht so richtig gut, innerhalb der Sekte und so. Rund um diese FeWo direkt am Meer war viel Leben und Betrieb, wir waren für uns und sprachen kein Wort italienisch. Mein Mann war sehr sparsam (knickerig) und so mieteten wir keine Sonnenliegen, sondern saßen auf unseren Handtüchern im Sand. Wir sind aufgefallen, soviel war mir klar – und es war mir unangenehm.

        Mein Mann hatte alles Geld, das wir für diese Ferien voraussichtlich bräuchten, bar dabei. Und so kam es, dass eines Nachts jemand über die Balkone in die Wohnung einstieg, während wir schliefen – und alles Geld nahm. Am nächsten Tag auf einem Markt, als wir etwas bezahlen wollten, stellten wir es fest und erinnerten uns nach dem ersten Schreck, dass wir kurz nach dem Einschlafen etwas gehört hatten. Mein Mann hatte sich aber nicht getraut zu reagieren, da er befürchtete, dann evtl. noch eine Gewalterfahrung zu machen. Meine Eltern haben dann per ADAC Geld geschickt, damit wir wenigstens das Benzin zur Heimfahrt kaufen konnten. Der Urlaub wurde natürlich abgebrochen.

        Die Bekannten, der Mann war Steuerberater mit eigener Kanzlei, erließen uns nach der ersten Erzählung der Ereignisse die Mietkosten für die Wohnung. In der ersten Emotionalität hatte mein Mann berichtet, wir wären „ausgeraubt“ worden. Als wir dann am nächsten Tag im Detail erzählten was passiert war, war dieser Bekannte sauer auf uns. Es sei ja auch selten dumm von uns, soviel Bargeld mit ins Ausland zu nehmen und dann von Raub zu sprechen. In Wirklichkeit wäre es ja Dummheit gewesen. Es blieb ein schaler Nachgeschmack.

        Es gibt Orte, an denen man Unangenehmes erlebt hat, diesem Ort aber gern zu anderer Zeit, in einer anderen Lebensphase, eine zweite Chance gibt. Bei Grosseto geht es mir tatsächlich nicht so und das ist schon schade.

        Freut mich, dass du die Kroatische Küste auch mochtest!

        Die Nord- und Ostsee finde ich auch toll. Da würde ich sehr gerne auch mal wieder hin.
        Aber hinzuziehen ist mir tatsächlich noch nie eingefallen.
        Ich denke, bei deinen Wurzeln am Meer sehr verständlich, dass es ein Traum ist.
        Aber man weiß nie, was die Zukunft noch bringt.

        Manchmal ändert sich im Leben etwas Unerwartetes und plötzlich sieht man „weiter“ und setzt etwas um, wofür nie der Raum schien.

        Draußen zirpen die Grillen und das ist ein untrügliches Zeichen für Sommer 🙂

        Genieß ihn, liebe Maria!
        Hast du Pläne, wann du wieder ans Meer möchtest? Urlaubshalber…

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      4. Hui, da wäre ich auch verärgert gewesen. Diebstahl mag ich nicht und euer Bekannter hat sich nicht nett verhalten. Außerdem habe ich früher immer Bargeld mitgenommen, da in Italien des öfteren gestreikt haben. Den Nachgeschmack kann ich sehr gut verstehen. Ich würde solchen Menschen misstrauen.

        Es stimmt…manchmal dreht der Wind plötzlich und man muss die Segeln anders setzten…

        Ganz liebe Grüße

        Maria

        Die Grillen zirpen gerade das Sommerlied an❤️

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      5. Liebe Maria,

        ich hatte dir gar nicht mehr geantwortet, zur Zeit passiert so viel, innen und außen.

        Du hast recht, unser damaliger Bekannter war nicht sehr nett. Ich hab so manchen Menschen in diesem damaligen Umfeld misstraut, es war gut diesem eines Tages den Rücken zu kehren, auch wenn ich dadurch zur persona non grata wurde. Manchmal muss man sich selbst wichtig nehmen und einen entscheidenden Schritt tun.

        Du sprichst die Grillen an… Ja, wir hören sie auch häufig, sie singen vom Sommer ☀️🤗

        Herzliche Grüße
        Marion

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      6. Kein Problem Marion es gibt andere Prioritäten wie sofort zu antworten. Das Schreiben und die Kontakte auf WordPress sind mir auch wichtig und ich finde sie sind durch die derzeitige Situation auch intensiver geworden. Ich freue mich immer von dir zu lesen. Mal schauen was der Sommer bringt. Liebe Grüße Maria

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      1. das ist aber komisch 😦 und das sollte eigentlich gar nicht so sein, da ich gar keine facebook verknüpfung habe 😦 ach man, wordpress nervt manchmal echt… vielleicht magst du es noch in einem anderen browser probieren? bei mir gehen solche sachen dann manchmal anderswo…
        aber danke für deine worte, das freut mich sehr!

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  4. Wie schön!
    Ja, manchmal hört man einen bestimmten Song und schon ploppen die Erinnerungen auf, die damaligen Gefühle sind plötzlich wieder ganz nah, die sorglose Stimmung, in der man sich befand und man hat diesen ganz bestimmten Duft in der Nase – vielleicht von Freiheit, Glück und Unbeschwertheit.
    Wie schön, wenn man soclhe Erinnerungen hat…ich bewahre sie tief in mir und freue mich an ihnen, wenn sie vor meinem geistigen Auge erscheinen!
    Sonnige Sommergrüße von Rosie

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