Boccadasse ein Ort aus vergangenen Zeiten…

Verwunschen, bizarr, nur das Nötigste aufgehübscht und geflickt wirkt dieses Fischerdorf wie im ewigen Dornröschenschlaf. Egal wann ich diesen Ort besuche es überrascht mich immer wieder auf das Neue!

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Ob Sommer oder Winter – ich setze mich hin und bin mit wenig zufrieden. Das Licht dieser Bucht ist einmalig. Durch den besonderen Lichteinfall spiegelt sich sowohl die Sonne tagsüber wie auch der Mond nachts im Meer wieder. Man könnte fast meinen, dass sich die Himmelskörper diesen Ort als Schönheitssalon ausgesucht hätten und sich gerne im Wasser wiederspiegeln, so dass das Meereswasser anfängt zu glitzern. Man hat das Gefühl, dass die Sterne vom Himmel fallen.

Es ist die Bucht der Künstler, Genießer und vor allem der Verliebten. Brautpaar verewigen sich in diesem Ort mit Ihren Hochzeitsbildern.

Keiner hat hier große Eile und es gibt wenig Restaurants. Eine Bar, die immer offen hat und man könnte meinen der Barmann arbeitet nicht, sondern geht sein Hobby nach. Er mixt die besten Getränke und offeriert Häppchen oder die berühmte Farinata dazu mit seinem außergewöhnlichen Lächeln.

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Es ist als würde ich in einem Theater sitzen. Die Häuser wirken wie eine Balustrade eines Theaters. Abends wenn der Mond scheint wirkt er wie ein Großer Scheinwerfer über der Naturbühne. Das vorbeifahren von Kreuzfahrtschiffen mit dem bunten Lichtem oder den Seetankern bilden einen außergewöhnlichen Bühnenauftritt. Das Meeresrauschen und das Kreischen der Möwen bilden ein Orchester der Ewigkeit.

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Ich habe mir an diesem Abend eine Schale Miesmuschelsuppe und einen Aperol Spritz gegönnt, zum Dessert ein Eis aus der berühmten hiesigen Eismanufaktur. Das Schöne ist, es gibt nur diese eine Eisdiele und nur diese eine Bar.

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Das Rezept der Speisen bleibt ein Geheimnis denn nicht alles kann man Nachkochen. Oftmals spürt man den Zauber und den Moment nur in diesen Orten.

Ein Ort zum Träumen!

Sternschnuppe fällt…

…auf Kaffeeeis

Weihnachtliches Bouquet von Zimt, Koriander, Muskat, Sternanis und der Duft nach der weiten Welt lassen mich genüsslich über den Weihnachtsmarkt von Bremerhaven schlendern.

Die vielen Lichter, mit welchen sich die Hansestadt für die Adventszeit schmückt, sind beeindruckend. Die Hafenseite mit der neuen Häuserzeile hat eine sehr elegante Weihnachtsbeleuchtung und mit den geschmückten weihnachtlichen Schiffen im Hafen wird es zu einer maritimen Attraktion. Ich tauche in die Weihnachtswelt ein, obwohl ich ein Weihnachtsmuffel bin.

Aber ich bin und bleibe eine Romantikerin und Genießerin. Somit gehe ich in meiner Phantasie einen gemütlichen Heiligabend an einem schönen gedeckten Tisch durch.

Ich fange an in meinen Gedanken den Tisch festlich zu dekorieren und Gerichte zusammen zu stellen. Für das Christfest kann es ruhig kitschig, überladen sein und vor allem italienisch bunt…

… ich konzentriere mich aber auf das Dessert.

Auf dem Nachhauseweg von Bremerhaven lege ich ein Zwischenstopp auf dem Weihnachtsmarkt von Bremen ein. Lustig geht es da zu. Fröhlich wird bedient. Weihnachten ist Riechzeit! Und es weht mir wieder der weihnachtliche Duft von gebrannten Mandeln, Fenchel, Nelken, Kardamom und Anis entgegen.

An einer Bude mache ich halt. Schön dekoriert mit einem singenden Elch der Weihnachtstöne von sich gibt und rhythmisch mit dem Kopf hin und her wackelt. Hier trinke ich genüsslich meinen Kaffee.

Omas unkomplizierten Eiskaffee kommt mir in den Sinn, die immer sagte…lass deiner Phantasie beim Kochen und Backen freien Lauf. Koche unkompliziert und experimentiere…die Küche ist dein Labor.

In meinem Labor geht manchmal auch etwas schief, aber da habe ich wie Oma auch immer den richtigen Scherz für das missglückte Gericht parat und meistens wird es genau deswegen am lustigsten am Tisch. Aber bei dieser Süßspeise kann nichts schiefgehen. So habe ich kurzerhand die Süßspeise für das Fest mit einem leckeren Zimtstern den affogato al caffè“ neu kreiert und damit dekoriert!

Hier das Rezept:

1 Kugel Schokoladeneis oder was man sonst für eine Geschmacksrichtung mag

1 Tasse Espresso übers Eis kippen

1 Zimtstern als Dekoration

1 Spritzer Sprühsahne

1 Esslöffel Amaretto wer es mag oder auch einen anderen italienischen Likör

 

Fertig ist mein heiß kalter traditioneller Nachtisch für das Weihnachtsfest.

Genießt es und habt Freude beim Schlemmen unter dem Weihnachtsbaum.

Frohe Weihnachten euch!

 

Glamour und Glitzerstein…

…edel gehe ich mit meinen Juwelen an den Füßen durch das Treppenlabyrinth meine gewohnten Wege des berühmten Fischerortes Positano. Mein Schuhwerk wird von unzähligen Glitzersteinen geschmückt, die als Blumen meine handgemachten Sandalen zieren.

Seit Jahrzenten trage ich diese Schmuckschuhe und die Handwerkskunst, welche den traditionellen Sommerschuh fertigt gehört zu diesem Ort wie die berühmten Amalfi Zitrone.

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Dabei laufe ich auf den handbemalten Keramikböden, die sich in vielen Räumlichkeiten und den Wegen wiederfinden.

Es ist ein toller Anblick beim Laufen in der Sonne, wenn sich das Licht im Wechselspiel, mit dem Glitzern des Meeres in den Schmucksteinen wiederspiegelt.

Meine Familie, Verwandten oder Berühmtheiten aber auch ich können den Anblick der konservierten Vergangenheit ohne, dass die Zeit stehen geblieben ist, sich an die Perle der Amalfi Küste satt sehen. Vom Strand ausgesehen, sieht der Ort wie ein Stapel aufgetürmter Häuser aus. Ist man einmal drin in diesem wunderbaren wildbewachsenen Weg, der mit Kletterpflanzen und Zitronenbäumchen den Hauptweg schmückt öffnet sich eine ganz besondere Verkaufswelt. Vorbei an den schönen Handwerksgeschäften mit den bunten Kleidern, Schmuck, Ölen, Limoncello Läden, Cafés und Restaurants, welche noch nach alten Rezepten kochen und unsere traditionelle Küche fortführen.

Verträumt in den verwunschenen, umgeben von wildbewachsenen Pflanzenpergola und Zitrusgewächs befindet sich einer meiner Lieblingsrestaurants. Hier mache ich immer Rast!

Mitten in diesem Gewirr der Bewachsung, Esswaren, Düfte und Menschenmenge aller Welt steht einer der letzten Zitronen Granita Wägen aus alten Zeiten. Eine leckere Erfrischung die ich mir immer beim Vorbeigehen gönne.

Die Positaner sind echte Gastgeber und Künstler. Sie haben erkannt, aus dem wenigen was sie haben viel rauszuholen. Die steilen Felsenhängen, die zwar romantisch wirken, aber sehr gefährlich sind u schaffen eine zauberhafte Umgebung. Egal was sie tun, es wird mit einer gewissen Ruhe und Liebe errichtet, denn jeder Schritt muss oft gut durchdacht sein es kann sonst an den Klippen gefährlich werden.

Der Blick von hoch oben ist magisch!

Und ich bin immer wieder fasziniert von diesem Anblick raus auf das offene Meer in die Unendlichkeit.

Das mir Kraft und Zufriedenheit gibt.

 

 

Ein Steinwurf von Capri entfernt…

…zwischen Amalfi Küste und Paestum, liegt meine Heimatstadt Salerno.

Der Blick fällt wie immer bei Ankunft nach dem letzten Tunnel der Küstenstraße zuerst auf das malerische Vietri, welches der Geburtsort meines Großvaters ist.

Ein Lichtermeer zwischen Himmel und Erde empfängt mich bei der Ankunft am späten Abend mit einem perfekten Postkartenbild.

Bei diesem Anblick in die Einfahrt der Stadt kommen alte Erinnerungen auf. Als meine Tante noch lebte, holte sie mich immer bei meiner Ankunft ab. Nach einer warmherzigen Umarmung folgte auch gleich der erwartete Satz.

„Ich freue mich auf den Kaffee mit dir…“

…das war Zia Ninas legendärer Kaffee mit Zuckerschaum.

Auf dem Heimweg besorgten wir uns in unserer Pasticceria eine Schale mit köstlichen süßen Stückchen. Im Laden roch es dabei immer nach Essenzen von Vermouth, warmen Zucker, Ricotta und der Crema Pasticcera.

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Es war Tantes Absicht einen Schlenker durch die Stadt zu nehmen um dort im alten Viertel mit einigen Bekannten über die Neuigkeiten der Stadt zu sprechen. Ich wurde in Kürze auf den neusten Stand gebracht.

In unserem Kaffeeladen besorgten wir uns frische Bohnen zum selbst rösten und sie betonte dabei stolz mit ihrem außergewöhnlichen Lächeln nur die „beste Qualität“ bitte.

Zuhause angekommen wurden auch gleich die grünen Bohnen mit einer Beigabe einer Zitronenschale geröstet und im Anschluss daran gleich zu Kaffeepulver zermahlen.

Sie füllte nach dem gleichen Ritual drei gut gehäufte Teelöffel Zucker in eine Tasse. Dabei achtete sie peinlichst darauf, dass sie den ersten aufkochenden Tropfen erwischte, der aus der Kaffeemaschine quoll um diesen dem Zucker beizugeben.

Dieser Tropfen enthält durch den Wasserdruck den meisten Kaffeegehalt, was genau richtig ist um daraus die feine Kaffeezuckercreme zu rühren. Die Creme dient zum Süßen aber auch zum Intensivieren des warmen Getränks.

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Zia Nina war ein echter Kaffee Junkie, sie ist immer mit der Tasse in der Hand rumgelaufen und hat so alle Räume mit dem Kaffeeduft erfüllt.

Eine Stimme aus dem Lautsprecher des Buses reist mich aus meinen Erinnerungen in die Gegenwart.

Salerno! Endstation Piazza della Concordia.

Eine frische Meeresbrise in einer lauen Sommernacht flog mir beim Ausstieg entgegen und ich schenkte wie gewohnt den ersten Blick dem Meer. Ich freute mich auf meine Bleibe und der Gastgeber empfing mich mit einem traditionellen Kaffee.

Ich war „Daheim“ angekommen.

Diesen Blogbeitrag widme ich meiner geliebten Tante Nina, die mich als Kleinkind liebevoll großzog und mir das Gefühl gab für das Leben am Meer, das mich allgegenwärtig begleitet.

Wenn Engel reisen und direkt in ROM landen…

…dann beginnt eine Zeitreise zwischen der Historie und einem Gaumenschmaus.

Als junger Mensch lies ich es mir nicht nehmen, auf der Heimreise nach Salerno einen Abstecher nach Rom zu machen.

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Die dolce Vita musste gelebt werden auch wenn nur für ein paar Stunden. Es war einmalig bei Abenddämmerung mit einem Eis zum Colosseum zu schlendern und einen Abstecher vom Palatin Hügel vorbei am Forum Romanum zu machen. Die Abendsonne verfing sich in dem alten gemeißelten Gestein und verfärbte alles mit ihrem Sonnengold.

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Ich nahm Kurs auf die Via del Corso um dort zur Piazza del Popolo zu gelangen. Zwischendurch machte ich einfach Rast an der Spanischen Treppe um das italienische „dolce far niente“ zu genießen, auf Deutsch, „das süße Nichtstun“.

Denn…

…unmittelbar an dieser Sehenswürdigkeit grenzt die Via dei Condotti mit den Designergeschäften und den weltbekannten Juwelieren.

Von hier aus kommt man in die kleinen Gassen der Fußgängerzone, in welcher man vieles kaufen oder sich einfach nur inspirieren lassen kann. Die vielen kleinen Bars und Restaurants laden zum Essen ein.

Von dort aus fand sich immer jemand zum Flirten, der mich dann zu der Villa Borghese mit einem sehr schönen Park oder zum Vatikanstadt über die Engelsbrücke begleitete.

Dabei wurde eine Kerze im Petersdom angezündet und ein Gebet gesprochen. Die Begleitung verkürzte oft das lange anstehen um in die Sixtinische Kapelle zu gelangen. Es waren interessante Gespräche dabei, denn die Stadt war schon immer multikulturell und Anziehungspunkt für das Besondere.

Eindrucksvoll war es dieses Mal als ich über den Petersplatz lief. Zwei Nonnen amüsierten sich mit Ihrem Smartphone sicher über einen netten Post in den sozialen Medien. Der digitale Fortschritt macht auch vor den Toren Gottes nicht halt.

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Denn ganz besonders abends, wenn die Heilige Stadt von dem Tagesgeschäft zur Ruhe kommt, verwandelt sich die Weltmetropole zu einer illuminierten Museumsbühne und jedes Kunstwerk egal welchen Alters wird so angestrahlt, das es die Wirkung der Bewunderung nicht verfehlt, meine Landsleute sind die perfekten Künstler.

Genauso ist es mit dem nächsten Anziehungspunkt.

Verliebte zieht es an den Trevi Brunnen und es werden vom Aberglauben geführt tonnenweise Geldstücke mit der rechten Hand über die linke Schulter mit dem Rücken zum Brunnen reingeworfen. Manche bekommen einen Heiratsantrag und andere werfen nach einem heftigen Streit den Ring wütend ins Wasser. Der Brunnen wird streng überwacht und man darf nichts wieder rausholen.

Es ist eine kosmopolitische Großstadt mit antikem Charme und eine Art Arche Noah.

Man spürt Gott in allen Ecken und Enden…

und

… auch Gläubige anderer Religionen besuchen die heiligen Stätten mit dem gleichen Enthusiasmus wie jeder Christ.

Nun zieht es mich in einen anderen Stadtteil Roms am Colosseum vorbei. Entlang an den vielen antiken Säulen und Statuen von Cäsar der mit einer Handbewegung entscheidet über Leben oder Tod und sogar Donald Duck ahmt es hier ihm nach.

 

Aber Rom hat mehr zu bieten wie Amore, Mode, Kirche, Kultur und Kunst.

Denn wenn man am Monumento Nazionale a Vittorio Emanuele II vorbeigeht und am Teatro Marcello rechts einbiegt, dann kommt man an einem kleinen Platz mit einem Schildkrötenbrunnen an.

Von da aus links einbiegen und schon ist man direkt im Ghetto der Juden von Rom.

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Es ist als würde sich ein kulinarisches Himmelstor öffnen und ich habe das Gefühl ein Stück italienisches Jerusalem vor mir zu haben.

In den 3 Tagen, welche ich in Rom zu Besuch war, ging ich tatsächlich 2 Abende davon hin. Die Gerichte sind außergewöhnlich schmackhaft und es herrscht eine gelassenere Stimmung als im übrigen Rom.

Ein Gastwirt erzählte mir die Geschichte des Ghettos.

Nach diesem Gespräch befassten wir uns um unser irdisches Wohl und er empfahl mir die knusprig frittierte Artischocke „carciofo alla giudia“ aus der Speisekarte.

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Die Gerichte sind einfach, delikat und koscher. Im Antico Forno del Ghetto gibt es das berühmte Gebäck aus Ricotta und Feigen. Die Restaurants reihen sich in der Straße des Viertels nebeneinander und jeder kocht um die Wette, egal jeder ist sehr gut.

Ich habe mich in den Abenden durch die Gerichte durchprobiert. Einfach himmlisch. Es gibt viele Geschäfte die unmittelbar am Ghetto angrenzen, welche von jüdischen Händlern betrieben werden. Es sind viele Textilgeschäfte die selbstgeschneiderte Anziehsachen verkaufen. Einfach wunderschön und zu guten Preisen.

Zuletzt führt es mich zur Piazza Navona an den schönen Brunnen vorbei mit den verschiedenen Eisdielen und Straßencafés nahe am Pantheon. Ein Bau, der nicht typisch für eine Kirche ist und mich schon immer fasziniert hat. Mit der Kuppelöffnung, in der es Licht aber keinen Tropfen Wasser bei Regen reinlässt, einfach magisch!

Seit meinem letzten Trip der Jahre zurückliegt ist mir aufgefallen, dass in Rom die himmlische Ruhe eingekehrt ist und der Heilige Geist sehr viel verkehrsberuhigt hat. Es fehlen die vielen Vespa Fahrer, die einst den Flair der ewigen Stadt ausmachten.

Im Anschluss an diese sehr schönen Tage in Rom geht auch dieses Mal die Reise weiter in meine Heimatstadt Salerno.

Diesmal führt meine Reise nach Turin…

… eine Stadt voller Geheimnisse.

Eines davon ist das Rezept um das Getränk Bicerin.

Ursprünglich kommt das Kaffeegetränk aus dem Café Al Bicerin genau gegenüber der Marien-Wallfahrtskirche Santuario della Consolata.

Da man die Messe früher nüchtern besuchte, wurde der Heimgang mit der Kaffeemixtur, welche aus erhitzter Milch, zerkleinerte Schokolade, Espresso und halbsteifer Sahne besteht, als Stärkung nach dem Kirchgang getrunken

Turin hat viele namenhafte Cafés mit einer außergewöhnlichen Kaffeekultur.

Die Caféhäuser sind so einzigartig in der piemontesischen Stadt, so dass der MC Donald in die Räumlichkeiten eines ehemaligen Cafés eingezogen ist und durch die fast unveränderte Einrichtung den Charme vergangener Zeiten zwischen Burgern und Pommes Frites versprüht. Selbst Fast Food ist hier also ein besonderes Erlebnis und das obwohl ich kein großer Fan bin.

Daher musste ich mir dieses Mal ein bisschen Zeit lassen mit dem Schreiben meines Reiseblogs. Die vielen Eindrücke verarbeiten, welche mir das Barockjuwel bot, mit der beeindruckenden Skyline, die von den Alpengipfeln umgeben ist.

Meistens drehten sich meine Gespräche mit den Einheimischen um das Thema Kaffee und gutes Essen. Logisch in einer so kulinarischen Stadt, es blieb jedoch nicht nur bei dem oberflächlichen Austausch von Rezepten und Zutaten, da sich in diesen Rezepten die geschichtliche Migration wieder spiegelte, welche das Stadtbild und Küche geprägt hat. Die Geschmäcker des italienischen Südens sind überall wieder zu finden.

Unweit des Al Bicerin wurde mir das Lokal Il Gusto Giusto in Via Milano empfohlen, dass von Sizilianer seit Generationen geführt wird. Der Laden ist voll von Delikatessen wie die sizilianischen Cannoli gefüllt mit Ricotta und viele andere Süßspeisen. Auf der Mittagskarte hat er nur wenige Gerichte…die aber waren sehr schmackhaft und wechseln täglich. Und zum Schluss wurde mir von dem Chef des Hauses ein Kaffee Shakerato serviert. Köstlich und erfrischend.

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Natürlich bin ich auch hier die Via Garibaldi, Via Roma und Via Po gelaufen und war fasziniert von den durchgängigen und mächtigen Arkadenbauten und den alten schon leicht heruntergekommenen Galerien. Insbesondere in der Galleria San Frederico wirkt die Zeit wie stehen geblieben, da sie durch die verfallenen Fassaden und den skurril vollgestopften

Antiquitätengeschäften wie eine kleine Zeitkapsel in das frühere 19. Jahrhundert wirkt, als Künstler, Dichter und Musiker die Stadt für sich beanspruchten. Ob sie wohl, wie ich ihre Muse durch ein Zartbitterschokoladen Sorbet beim Café Forio gefunden haben? Ich fühlte mich jedenfalls inspiriert von dieser Kulisse…

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Die Via Po hat mich sehr beeindruckt. Sie hat sehr schöne alte Geschäft und Bars, die den berühmten Apperitivo anbieten. Eines davon mit schön dekorierten Häppchen im Schaufenster, dass es mich in den Laden reinzog. Ich fragte die Wirtin …sagen sie mal ich kenne dieses Gewürz, das sie auf diesem Tunfischhäppchen haben. Kann es aber nicht einordnen. Es waren Fäden dessen Spitzen die Farbe Lila hatten und dann in die Farbe Grün übergingen. Den Geschmack kannte ich.

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Die lila Fäden, die ich so faszinierend fand, sind nichts anderes als die Blüte, die sich auf dem Artischockenherz wächst. Anstatt es wegzuwerfen, haben sie die Fäden zu einem Gewürz entwickelt.

Wahnsinn…was für ein Genuss, ein ebenso edles Gewürz wie Safran.

Turin ist voller Geheimnisse alter Zeiten und Melancholie, das verleiht dieser Stadt eine Mystik.

Genau diese Geheimnisse werden mich bestimmt wieder nach Turin verführen.

Wenn Himmel und See aufeinander treffen…

…dann heißt es:

Ahoi an alle Meeresfanatiker und Anker los!

20  Stunden Hinfahrt

  4  Stunden Landgang in Oslo

20  Stunden Rückfahrt

Mit der Color Line von Kiel nach Oslo ist ein magisches Erlebnis.

Bei wunderschönem Sonnenschein pünktlich um 14.00 Uhr sticht die Color Magic auf See durch die Kieler Förde. Vorbei an Laboe und Strande raus aufs Meer.

Der herzliche Empfang an Bord der Color Line Mitarbeitern und dem verkleideten Kapitäns Maskottchen mit den vielen Luftballons in der Hand ist Gastfreundschaft pur.

Ein wahres Spektakel ist es am großen Panoramafenster im Bordrestaurant im 15. Stockwerk zu sitzen um raus auf die Ostsee zu schauen.

Die Farbenspiele von dem Gold der Sonne bis hin zu den verschiedenen Blautönen zwischen Himmel und Wasser verzaubert das Auslaufen des Schiffes.

Genuss pur!

Natürlich gibt es auf der Color Line einen Spa-Bereich, Sauna und ein Schwimmbad.

Ich hingegen genieße die erholsame Fahrt und die frische Meeresbrise auf dem Sonnendeck. Gute Gespräche und interessante Leute sind an Bord zu finden.

Die Burger Bar bietet schmackhafte Fisch Burger mit Blick aufs offene Meer und dem Schauspiel des Sonnenuntergangs. Der einmalige Mitsommer lädt ein zur romantischen Weiterfahrt…

…und daher bleibt es im Sommer lange Tag hoch oben im Norden.

Dennoch stürzte ich mich ins nächtliche Abenteuer und besuche eine gute Show, das Casino und die Nachtbar.

In der Bar mit den schönen Kronleuchtern, welche an die Titanic erinnern, trinke ich mein Drink und fühle mich wie in vergangenen Zeiten.

Seeluft macht müde…

So freue mich auf meine gemütliche Bordkabine und mein bequemes Bett. Durch die gute Luft und vielen neuen Eindrücken schlafe ich gut und verpasse dabei einen außergewöhnlichen Sonnenaufgang.

Dennoch bin ich früh wach, ein sehr gutes Bordfrühstück wartet auf mich, ein Schlaraffenland auf See.

Wir haben Norwegen erreicht und fahren in die Förde ein. Steuerbord und Backbordseiten sind gleich eindrucksvoll. Kleine Häuschen die inmitten der Förde Landschaft gebaut wurden, ziehen an uns vorbei. Die Inseln im Wasser sind eine Augenweite und vieles ist bewohnt.

Wunderschöne Natur wie in einem Märchen, das Land der Trolle und Elfen.

Pünktlich um 10.00 Uhr legen wir in Oslo an und ich freue mich auf den Aufenthalt in der grünen und romantischen Stadt Norwegens.

Die Zeit reicht um zu Fuß die Stadt zu erkunden und dabei ist das Klima außergewöhnlich mild und warm.

Die Norweger sind gastfreundlich und zeigen den direkten Weg zur Innenstadt.

Hoch oben befindet sich der Königspalast und von da aus die Einkaufsmeile Karl Johans Gate. Während man durch die Straßen schlendert, entlang an schönen Parks mit Brunnen und Skulpturen und Cafés, sollte man am Ende das Bahnhofsgebäude unbedingt besichtigen.

Auf dem Weg dahin haben wir den Eingangs Bereich des Grand Hotel bestaunt, dass von einem wunderschönen Murano Leuchter beleuchtet wird.

Die Zeit reichte nicht aus um die vielen Museen zu besuchen. Ebenso das Opernhaus und die vielen anderen Attraktionen konnten wir nur von außen sehen. Aber dennoch war es sehr eindrucksvoll. Die Stadt ist geprägt von alter und moderner Architektur, die geschmacksvoll die Liebe der Einwohner zur Heimat wiederspiegelt.

Am Opernhaus vorbei zu den vielen Restaurants am Wasser geht es auch schon wieder Richtung Hafen zur Color Line.

Wer nicht pünktlich da ist, wird nicht mitgenommen!

Man kommt ohne großes Einchecken an Bord und ich freue mich wieder auf den Platz am Sonnendeck.

Eine Möwe wartet auch schon auf mich und heißt mich diesmal willkommen. Wir genießen gemeinsam das Auslaufen des Schiffes durch die Förde.

Diesmal geht die Reise genau mit dem gleichen Genuss wie auf der Hinreise raus aus Oslo und zurück nach Kiel.

Die Minikreuzfahrt war beeindruckend.

Am Abend besuche ich die Shoppingmall mit den vielen Restaurants und Cafés im Bauch des Schiffes. Um darüber mehr zu erfahren sind viele Bilder sowie Blogberichte über dessen Attraktionen und Preise der Colorline im Netz zu finden.

Gut erholt und mit vielen tollen Eindrücken Zuhause angekommen habe ich noch den guten Lachsgeschmack im Mund und versuche eines der Gericht nach zu kochen.

 

500 Gramm norwegischer Lachs auf Zitronenscheiben in Olivenöl anbraten und mit Salz und Pfeffer würzen.

Gemischten Salat schnippeln und mit frisch gepresster Zitrone, Olivenöl, Salz und Pfeffer anmachen.

Den frisch gebratenen Lachs auf den Salat legen und mit warmen Baguette oder leckerem norwegischen Knäckebrot essen.

 

Echt lecker und dabei über die nächste Reise träumen…guten Appetit!